Universität Vechta | Seminar “chinesische Musik”| 12:00 – 14:00 17.Juni 2022 | online event

Was bedeutet es für junge Komponist*innen aus China, moderne Musik zu schreiben?
Welche musikalischen und kulturellen Erwartungen begleiten diesen Prozess der Selbstverortung? Mit welchen Schwierigkeiten werden Frauen in der modernen Konzertwelt konfrontiert?

Der Workshop findet hybrid im Medienkompetenzzentrum (Kolpingstraße 17, 49377 Vechta) statt. Alle musik- und kulturwissenschaftlich Interessierten können online oder vor Ort teilnehmen. Um Anmeldung per E-Mail wird bis spätestens 12. Juni 2022 gebeten an: attila.kornel@uni-vechta.de

©Ensemble Reflektor
©Ensemble Reflektor

ROBOTICtack /BlackHole, Big Bang! | Musica Assoluta | 19h00, 06.05.2022| Tonstudio Tessmar | Thorsten Ecke

”Parallele Welten existieren.” In BLACK HOLE, BIG BANG geht es um politische Lügen, die uns nahzu tagtäglich ereilen. Kämpferisch und satirisch geht es auch bei Mirela Ivičević zu, wenn sie z.B. die Absurdität von Lebensläufen in einer aberwitzigen Soloperformance aufs Korn nimmt. Dieses ist genau das richtige Terrain für die überaus wandlungsfähige ukrainische Sopranistin und Darstellerin Victoriia Vitrenko.

ROBOTICtack  (ÖA) | ENSEMBLE KONTRAPUNKT | 19h30, 25.04.2022Musikverein Gottfried Gabl

The digitalisation of work and the use of robots require fundamental questions to be asked about the role of humans in this process. Machines and robots that act and decide more and more independently are moving into our living environments. Robots are facing increasingly demanding tasks, currently they are only used in factories that are already largely automated, to maximise profit more efficiently than break-demanding, error-prone, and union-organised humans. This is because beyond the world of work, they are now set to learn how to act more independently and learn from their own errors, something so many people still cannot manage. There is also the question of morals, ethics, and culture; values reflected in what they say and do – values that many people are losing.

Which programming god will manage it? And on what fateful day?

©Ensemble Reflektor
©Ensemble Reflektor

Re:Wilding  (UA) | Ensemble Reflektor | 20h, 05.03.2022Halle 424 Hamburg | Bar Avni

Rewilding our minds — Inside each of us is a wild woman, a wild man, or a wild child. That “inner creature” represents a mindset that is characterized by curiosity instead of fear, awareness instead of distraction, and passion instead of apathy. This is your natural birthright, unlearned through social conditioning. As an open and growing society, I believe we need allow this wildness back into our midst.

In Ying Wang’s composition “rewilding”, the ensemble starts in the presence – a loud materialistic world where society is hierarchically structured exploiting nature and human slaves. Empty hearts, empty souls filled with greed and envy. This is reflected in a metallic, electronic and harsh sonic environment, a symbol of exploitation, exclusion, loneliness, emptiness.

 17h, 06.03.2022Funkhaus Berlin 

©Nikola Lutz

© Bar Avni

ILLUMINATIONS (UA) | Viktoriia Vitrenko | 17h, 06.02.2022| Theaterhaus Stuttgart

Iluminations steht für den Wunsch zu erleuchten was vielerorts bewusst vergessen wird, was in einem unbestimmten Ort in Schwebe – „in Limbo“ – gehalten zu wird, was bei Bewusstsein ignoriert wird, was jemanden zum gesellschaftlichen, zum politischen Waisen macht. Die drei Lieder von Illuminations nehmen sich dreier solcher Waisen an. Die Lieder basieren auf deren eigenen Aussagen und sind teils Protokoll, teils energische Rede. Die Lieder demonstrieren: Sie werden durch Tonbänder vielstimmig, durch Megaphone laut, durch Smartphones international geteilt und dokumentiert. Die Musik dazu entstammt nicht der zurückgenommenen romantischen Liedtradition des Privaten, sondern der nach außen drängenden des politischen Protestliedes und des Rock-Songs. Sie suchen keine subtilen Schattenbereiche unbewussten Ausdrucks auf, sondern machen die Klaviertasten zu skandierenden Posaunen und E-Gitarren. Jeder der drei Songs hat dabei seine eigene Ästhetik und Sprache. Illuminationen ist auch ein Titel eines Essay Bandes von Walter Benjamin, der als latente Inspirationsquelle diente.

[song- 1] Xiaonan Gen (voice+piano+electronics) ca 7 min.

[song-2] Maria Kalesnikava (voice+proformance+elecrtonics) ca 6 min.

[song-3] Hannah Arendt (voice+piano+electronics) ca 5 min.

©Nikola Lutz

© Viktoria Vitrenko

©Nikola Lutz
©Nikola Lutz

528HZ 8va  (UA) | SWR sinfonieorchester 18h, 04.02.2022Theater Haus, Stuttgart

Ein schneller, aber angenehm aktiver Herzschlag, ein nicht vergehendes unbewusstes Lächeln, ein sich ständig verändernder Klang, der doch immer genau dorthin führt wo noch mehr Energie frei wird – so als hätte man ihn selbst gelenkt; das Tempo stets zügig, aber genug Pausen um Durchzuatmen, nie ein schreiender Kontrast der den Puls abrupt unterbricht.

528 HZ 8va von Ying WANG stellt sich ganz bewusst und energetisch in den Dienst einer optimistischen Tatsachen- und Weltbetrachtung. Das Stück zielt nicht auf ein Drama aus Höhenfahrten und tiefem Fall und es vermeidet schroffe Kontraste. Stattdessen ist es eine Freudenmusik in mehreren ineinandergleitenden Stationen. Das eine Musik, die aus dem überreichen Fundus positiver Klangkonnotationen und Emotionen schöpft, nicht in New Age Dur-Akkorde oder leeres Bläser-Jubeln driften muss, wird schon nach ein paar Takten des Stückes klar. Euphorische, chaotische Momente finden sich genauso im Stück, wie uns warm umspielende Wiegenmelodien. Aus dem Orchester lösen sich immer wieder solistische Momente heraus, die innerhalb des Klangflusses kleine bewegliche Gruppen bilden und uns an der Hand nehmend durch das Stück führen. Das Stück fließt dann in eine sich hochwindende virtuose Kadenz über, in der Material aus allen vorausgegangen orchestralen Glücksmomenten, polyphon verbunden, in einem orgastischen Höhepunkt kulminiert. Musik ist ein Jungbrunnen und soll hier als solcher explizit neu gegraben werden. Ein bisschen wie Mdma ohne Nebenwirkungen.

Verjüngt wird nun auch dieses Stück – in einer neuen Fassung mit Elektronik aus dem SWR Experimental Studio. Ying Wang macht sich auf die Suche nach anderen, digitalen Glücksmomente, die hinter jenen analogen stehen, die schon erklungen sind. Darin liegt nichts Zeitgeistisches nur, sondern der digitale Alltag, nicht nur jener in Zoomlandia. Einzelne Glücksmomente des Stücks werden elektronisch pausiert, hingehalten, sodass man sie länger genießen kann, wie ein digitaler Freezeglitch an der Lieblingsstelle – Coitus extensus. Mancher Moment wir nun auch invertiert, um zu sehen, ob die Freude die ihm eingeschrieben ist, nicht auch noch anders klingen kann. Auch die Dynamik wird erweitert, alles wird extremer und mehr, das braucht auch einen neuen akustischen Raum, 8 Kanäle also – die Elektronik kann das.

Für das Eclat Festival mit SWR Orchester mit Elektronik, 04.02.2022

COPYLEFT  (UA) | Quatuor Diotima 19h, 17.01.2022Philharmonie de Paris

In “Copy Left,” several approaches I use in my artistic or compositional practice on a daily basis intersect with cultural and political questions that reach far beyond the realm of music and even art. I am deeply influenced by my culture, the smells, the materials, the sounds of my childhood. And I have been, already as an early child, trained — and exclusively so — in the European musical tradition.

I am frequently confronted with the fact that I am being taken seriously as a composer only as long as I assume the role of a “mediator between cultures” or, worse still, as a representative of some questionable hyperhybridity with a jetset approach. This expectation usually comes with the best of intentions, but it also seems to imply that, with respect to the culture in which I live, the history within which I write, I remain relegated to an outside — as if I were forever caught in the process of having to “appropriate” a culture, while every European-born composer would not have to do that. Only on very rare occasions has my music been received outside of any framings of these kind.

I noticed that artistic strategies of explicit appropriation, while becoming increasingly attractive to ever more colleagues, play nearly no role in my own compositional practice. At the same time, I am fascinated by the question whether any artist isn’t always also copying herself. Certain compositional techniques can be understood as a work copying itself within the work. And of course I am, on a daily basis, confronted with the fact that a great and rich culture, in which, as has been pointed out, a few things have been invented, today is uniformly tainted with the label of cheap imitation. This is a question of everyday experience as much as large- scale trade wars, which are enjoying a profound renaissance today. Politics at large remains committed to copy old models, something that is hardly in demand in the arts anymore.

Amongst these questions: a string quartet, which is part of this great tradition, so often copied, so often shredded, yet continually brought back to life, and which cannot simply be left on either side of the road [“links liegen lassen” in German]. Who has the copy right?

©Nikola Lutz

© Diotima

© Maria Frodl – Ying Wang

528 Hz  (UA) for Symphony orchestra | Johannes Kalitzke 

19h, 07.11.2021PHILHARMONIE ESSEN

528 Hz von Ying WANG stellt sich ganz bewusst und energetisch in den Dienst einer optimistischen Tatsachen- und Weltbetrachtung. Das Stück zielt nicht auf ein Drama aus Höhenfahrten und tiefem Fall und es vermeidet schroffe Kontraste. Stattdessen ist es eine Freudenmusik in mehreren ineinandergleitenden Stationen. Das eine Musik die aus dem überreichen Fundus positiver Klangkonnotationen und Emotionen schöpft nicht in New Age Dur-Akkorde oder leeres Bläser-Jubeln driften muss, wird schon nach ein paar Takten des Stückes klar. Euphorische, chaotische Momente finden sich genauso im Stück, wie uns warm umspielende Wiegenmelodien. Aus dem Orchester lösen sich immer wieder solistische Momente heraus, die innerhalb des Klangflusses kleine bewegliche Gruppen bilden, und uns an der Hand nehmend durch das Stück führen. Das Stück fließt dann in eine sich hochwindende virtuose Kadenz über, in der Material aus allen vorausgegangen orchestralen Glücksmomenten, polyphon verbunden, in einem orgastischen Höhepunkt kulminiert. Musik ist ein Jungbrunnen und soll hier als solcher explizit neu gegraben werden. Ein bisschen wie Ketamin ohne Nebenwirkungen.

Ein schneller, aber angenehm aktiver Herzschlag, ein nicht vergehendes unbewusstes Lächeln, ein sich ständig verändernder Klang, der doch immer genau dorthin führt wo noch mehr Energie frei wird – so als hätte man ihn selbst gelenkt; das Tempo stets zügig, aber genug Pausen um Durchzuatmen, aber nie ein schreiender Kontrast der den Puls abrupt unterbricht.

DIS-A. (UA) for Video and Ensemble | Ensemble Mosaik 20h, 30.10.| Villa Elisabeth 

Seit Jahrhunderten lassen Machthaber und Regime jeglicher Couleur unliebsame Kritiker verschwinden, seien es Künstler oder Journalisten. In Krisenzeiten geschieht das häufiger als sonst. Man könnte hier xxxx nennen. Doch verschwinden nicht nur die Person. Oft finden sich nach kurzer Zeit kaum noch recherchierbare Spuren ihrer oft jahrlangen Arbeit mehr im Netz. Der Schritt zurück ins Analoge wird notwendig, bleibt jedoch meist auch unergiebig. Wenngleich damit unsichtbar, steht hinter jedem Verschwinden ein Widerstand, Energie, Wut und Verzweiflung. „Als Name verschwand“ legt dies in einen musikalisch dramatischen Prozess um. Zu Beginn des Stückes ist alles vorhanden. Eine Vielzahl an Emotionen und Informationen, verdichtet in ein polyphones und mehrdeutiges Geflecht. Dann wird plötzlich der Schwerpunkt entnommen – das Material stark reduziert. Das Hauptmotiv wurde entfernt, doch seine vielen Seitenthemen und Begleitstimmen bleiben. Bis auch diese nach und nach reduziert werden. Gleich einer sich immer wiederholenden Palimpsest-Matrix bei der einzelne Schichten jedoch nicht freigelegt und besser verständlich, sondern mit schwarzen Balken geschwärzt werden. Das Verschwinden ist alles andere als ein ruhig verlaufender, stiller Prozess. Der Verschwindende wehr sich. Die Musik findet sich im konstanten Kampf mit diesem Schwärzungsprozess, sie schlägt um sich, mehrstimmig im Ensemble, oder im Soloinstrument. Gegen Ende hin wird die Musik immer mehr eingeengt, immer mehr wird ihr weggenommen. Strukturell und auch inhaltlich orientiert sich das Stück an einer dramatischen und bedrückenden Szene, die sich am xxxxxxxx in xxxxx zugetragen hat. xXx hat die letzten Stunden vor seiner Verhaftung gefilmt und live ins Netz gestreamt. Dort schildert er seine Ängste. Seine Ausweglosigkeit wird durch die auf die Tür gerichtete Kamera noch verstärkt. Der 4h Stream wird hier zu einem Tonband komprimiert. Das Stück umformt diese Handlung gegenläufig. Musikalisch geschieht in den ersten Takten bereits was im Stream in den letzten Minuten zu sehen und hören ist. Am Schluss bleibt das “schwarze“ Rauschen der Schwärzungen übrig. Das „Verschwinden“ ist abgeschlossen.

©Nikola Lutz
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GAWA  (UA) for Orcarina and voice |Regarding International Arts Festival21.10.2021|Tel Aviv

Many cultures share the myth of a creating, caring goddess who gave birth to humanity. She has many names. She is known as Gaia in ancient Greece, as NüWa in ancient China. NüWa first formed in her own image women out of clay. After that, she created men and put mankind on their way. The myth of Gaia goes even one step further back; she is the Earth itself, originating from the primeval chaos, she is one of first deities. All sciences talk about her, just as all children can. She is a stranger to no one; she is inevitably always everywhere. That means today more than ever that exploiting her is always directed against oneself. Some of the more recent evoked ‘new gods’ had the power to distract us from this basic understanding. As if “ignorance” and “distraction” themselves are gods – they have temples everywhere. We still measure natural disasters first in terms of insurance losses, just to forget about them moments later and turn our attention somewhere else. What used to be her screaming, shocking all nations, now only is heard as faint whispers; annoying events forcing us to take minor detours. Some of us are slowly becoming aware of this, but we have already begun to pay the price for it. A conversation with Gaia is beyond facts and reasoning. Any real conversation with her can only be a declaration of love. Children understand this better than science.

The text of GAWA was written by 12-year-old Mika (Israel).

The ocarina is one of the oldest instruments we still know of. Made of clay itself, it is – not in a figurative sense only – a child of Gaia. It is the translating and mediating instrument in this piece on Gaia. In GAWA things are said with words, sound, and pantomime.

future proformance: 
22.10.2021: Tel Aviv
23.10.2021: Tel Aviv
24.10.2021: Tel Aviv
25.10.2021: Tel Aviv

SCHMUTZ | OENM Ensemble 20h, 20.10.| Solitär Universität Mozarteum Salzburg | Johannes Kalitzke 

 Our capacity to hear is the doorway to our souls. A door which always stands open – receptive, passive as well as active. Permanent auditory overload is the result of a viral sequestration of space. Cultural as well as societal conditions representing the focal points for human perception are being inundated by the media and standardised to form a single global, mono-causal system of devaluation. Ethics, morals and culture are dirtied by the mental waste of a complacent feudal society – brain washing as an act of a totalitarian faction bent on contamination. Dreamlike tralala and sexy boum boum esthetics emanate from a specious public convenience building of a degenerate fellowship in addiction. Loud self-dramatisation dominates stylish- linear pathways which are the motorways for escape-agents. Underneath that: life. Myself – polluted, buried, contaminated. I threaten to suffocate on this small mundane lack of attention.

©Nikola Lutz
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DELETE[sic!]  Musica Assoluta 18h, 03.09.| Christuskirche Hanovor (UA)

Unser Ausgangspunkt war folgender Gedanke: Mensch sein bedeutet Gedächtnis – individuelles und kulturelles; sich zu erinnern und auch zu vergessen. Doch wieviel Vergessen brauchen oder vertragen wir? Wann überschreitet die Vergesslichkeit die Grenzen der Moral? Unsere Erinnerungen sind auch vor uns nicht sicher. Sie vermischen sich mit Wünschen, vielleicht sogar mit Lügen. Ein Teil unseres Lebens ist von uns selbst erfunden, ein Teil von Anderen: Erinnerungen, medial implantiert, zensiert von Manipulationsdiktaturen. Was wäre, wenn wir nicht vergessen könnten? Die totale Verfügbarkeit der Vergangenheit könnte unseren Blick auf uns selbst maßgeblich ändern. Das selbst Erlebte zu vergessen, ist etwas anderes als etwas nie erlebt zu haben. Ein Rest bleibt immer, wenn auch tief verborgen und über die Zeit hinweg stark verfremdet. Das was von den meisten Tragödien bleibt sind dennoch nur Notizen. In manchen Fällen sogar nur Zahlen.
for Ensemble and voice.
voice: Lini Gong
from the day “1 to 21 “- like a diary to document the special times, quote from one of these days.
“Today is the twenty-fifth.
I feel like one of those cellular automats.
Where it starts with one dot and then automatically goes on and on, only following four simple rules.
None of those rules I made myself.
Isn’t it called “game of life”?
Someone else composes my pitches.”
text: Andreas Karl

Virulent-19 Rebecca Lenton – KNM | 03.07.2021| Radialsystem Berlin

Gepresste und gespaltene Luft – im musikalischen Raum verteilt. Seit Beginn der Corona-Pandemie wirkt dieses Bild plötzlich erschreckend und alarmierend. Ying Wangs Flötensolo konzentriert sich auf eben jene Spaltklänge – Multiphonics – in welchen sie ihre Eindrücke aus Wuhan und der weltweiten Virusausbreitung verarbeitet. Zwischen dem Eingesperrtsein auf engstem Raum und dem plötzlichen Sich-Ausbreiten in den unbegrenzten Raum gibt es einen starken Kontrast, beides prallt nun aufeinander. Die stetig changierenden Klangfarben der Flöte und der hörbare Luftstrom werden zu Trägern einer Dramaturgie aus Angst, Wut und Trauer.  Das Stück wurde in der Zeit von April bis Juni 2020 komponiert und trägt die Narben dieser Zeit.

 

©Nikola Lutz
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USNT RSO ORF – Marin Alsop | 08.04.2021| Ö1 

Unermüdlich strömend, nahezu transparent – Das Werk war eine Auftragskomposition von der Brandenburger Biennale, wo ich den ersten Preis in 2013 erhalten.

Meine Komposition ist für Großes Symphonieorchester geschrieben. Im ersten Teil symbolisiert eine in der Vertikalen der Partitur angelegte Klangwolke die Genesis aus Tropfen im Quellgebiet. Aus dem Quellwasser steigen Blasen empor, Entsprechung findet dieses bekannte Naturphänomen zuerst in figuralen Effekten der Streicher. Sie überlagern sich nach und nach mit verschiedenartigen, auch scharfen Klängen anderer Orchestergruppen.

zum Sendung

Plus Noctilucent Marco Blaauw | 02.03.2021| Live Stream Concert

Trumpet Solo  – die zweite Teil von  Musik Theater “Plus-Minus”

Die Stadt wechselt Bewohner, Straßen ohne Menschen, die Orte verlieren ihre typischen Geräusche, für solo Trumpet, Elektronik und Video

Video

©Nikola Lutz
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Durchsichtiges Lied |Ensemble united Berlin | 02.03.21 BKA theater

Duo für Altflöte und Harfe

Works also from Xenakis:

Livestream link : https://youtu.be/XsUhZRSHZ3s

B I N Frances Marie Ultti | 16-20 November ADK Studio

Concerto for Aluminum Cello with 2 bows and Recycled Orchestra

A new collaborative composition with a unique orchestra based on the use of recycled objects that can be bowed, plucked, struck and which will be transformed by live and prerecorded electronics. Starting with a default – crumple up, tear apart, break and shred and crush, we propose a revaluation and exploration of objects that have been discarded, rejected, and broken to be collected from recycling trades, garbage dumps, and landfills as a symbolic protest against our throw-away culture.

A musical interpretation of the Tibetan Buddhist concept of “Rūpa”. “Rūpa” may be used to express matter or material phenomena, especially that linked to the power of vision in Samkhya, it is also used to describe subtle and spiritual realities such as Svarupa meaning the form of the self. We propose a reawakening of material through sound.

Breathing life into old structures we wish to embark on a sound voyage of discovery and transformation- an abstract visualization of the recycle process in monochromatic aesthetics is contemplated. We aspire to spark new ideas for the audience through the facets of rediscovery, memory and reconsideration. Followed by experiments, trials surprises up to a reawakening – the cyclic symphony of the bin.

©Nikola Lutz
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REWILDING Ensembel Reflektor |27.11.20 , 19:30 | Kühlhaus Berlin 

Rewilding our minds — Inside each of us is a wild woman, a wild man, or a wild child. That “inner creature” represents a mindset that is characterized by curiosity instead of fear, awareness instead of distraction, and passion instead of apathy. This is your natural birthright, unlearned through social conditioning. As an open and growing society, I believe we need to allow this wildness back into our midst.

Humans are physically, mentally, emotionally, and spiritually amazingly rich and vivid creatures. The answer to our problems is available within our own innate wisdom. The truth is that “rewilding” is more about an inner change, rather than an outer change. We don’t need new gurus or ideas to believe in. What we need is a new positive, constructive spiritualism that will let us act wisely! The crisis of modern human spirituality goes along with the emergence of powerful new materialism. This modern materialism destroys the order and value of our basic life aspects.

At the end, every spectator gets a seed bomb to throw or plant it somewhere outside. Nature is also in the streets of our cities.

weitere Konzerte in – Halle 424 Hamburg : 

28.11.20, um 18:00 
28.11.20, um 21:00 
29.11.20, um 11:30 
28.11.20, um 16:00 

Coffee & Tea | 01,10.20 , 18:00 Musica AssolutaTonstudio Tessmar Hannover

Jeden Tag begleiten uns diese beiden Getränke von der Dämmerung bis zum Sonnenuntergang. Teeblätter und Kaffeebohnen entstammen unterschiedlichen klimatischen Räumen, werden in ganz verschiedenen Methoden verarbeitet und zubereitet. Hinter beiden Getränken steht eine je eigene Kultur, Philosophie und Tradition. Der Einzelne bezieht sie je nach persönlichem Geschmack in seine Lebensgestaltung und –gewohnheiten ein.

Das Werk ist von diesem Ausgangspunkt her konzipiert: Durch vielfältige Kombinationen zwischen zwei unterschiedlichen „Klangkulturen“, nämlich den instrumentalen Klangfarben des Ensembles und den direkt oder indirekt gemischten elektronischen Klängen, zeigt sich eine farbige Welt fein abgestimmter „hörsinnlicher“ Genüsse und „klanggeschmacklicher“ Übergänge im einbezogenen Raum: Ein akustisches Bankett aus in Musik gelöstem Coffee & Tea.

Audio 

©Nikola Lutz
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Durchsichtiges Lied L’ART POUR L’ART 20.09.20 , 19:30 Göttingen 

Duo für Altflöte und Harfe

Unwillkürlich: eine Vermischung von Klang und Farbe kommt zustande.

Zerschnitten und gelöchert vom Wind, bleibt ein durchsichtiges Lied.


Essex Lorry Deaths | 17-21 August, 2020 SWR Experimental Studio

in studio, working for the new Musiktheater, premier at 2022 with theatre Freiburg

©Nikola Lutz

Video: Conny Zenk

©Nikola Lutz

Glissadulation | 16.09.19:30 | Beijing Contemporay Soloists | New Music Week, Shanghai

Commissioned in 2014 by artist-director Uli Aumüller, Glissadulation is a piece composed for chamber orchestra in the same year in reaction to Aumüller’s music film WALD. The film starts with a scene of white forest covered in winter snow. Sculptural branches stretch out from dry woods which gradually gather into a dark, giant whole as the camera zooms out in a long take. The increasingly gloomier shade is then replaced by spring vibrance brought in by a splash of sunshine. New sprouts of early spring fade in. Aumüller’s camera moves in a slow motion which is composed of an incessant collage of long takes. Ying Wang gets her inspiration from the way how the camera moves, and tries to convert the shifting views of pictures into the key concept on which the construction of sound is based. Different modes of combining glissando and modulation are conceived as main timbral and structural means. In the meantime, the two words are joined together to create the title of the piece – Glissadulation.

18.09.18:30|Icarus Ensemble| Milan, Italia

20.09.19:30|Icarus EnsembleReggio Emilia, Italia 

Lecture | 10.10.19 , 15:30 Shanghai Conservatory of Music 

two new Ensemble pieces wil be introduced, “SCHMUTZ” and “Music Box”.

©Nikola Lutz
©Nikola Lutz
©Nikola Lutz

 SCHMUTZ 01.06.20:04 WDR3

Das Gehör ist die Tür zur Seele. Eine Tür die immer offen steht. Aufnahmebereit. Passiv wie aktiv. Permanente auditive Überforderung als Resultat einer viralen Raum-Beschlagnahme. Kulturelle wie gesellschaftliche Bedingungen als Bezugspunkte einer Wahrnehmung in humanem Sinn werden medial geflutet und vereinheitlicht zu einem globalen monokausalen Entwertungssystem.Ethik, Moral und Kultur verschmiert vom geistigen Abfall einer selbstgefälligen Feudalgesellschaft. Gehirnwäsche als Akt einer totalitären Verschmutzungsfraktion. Verträumte Tralala und sexy Bum-Bum Ästhetik strömt aus der vordergründigen Bedürfnisanstalt degenerierter Suchtgemeinschaften.  Lautstarke Selbstinszenierung dominiert auf stylisch-linearen Wegen, Autobahnen der Fluchthelfer. Darunter das Leben. Ich. Vermüllt. Zugeschüttet. Verpestet. Ich drohe zu ersticken. An dieser kleinen tagtäglichen Unachtsamkeit.

ÖA  10.05.19 , 19h30 KlangForum Wien |Konzerthaus Wien

MUSIC BOX  für Film und Ensemble KlangForum Wien 04.05.19 , 20h | Elbphilharmonie 

after the Premiere at the Eclat Festival in Stuttgart and Konzerthaus Wien, Klangforum presents Music Box in Hamburg.

also a NEW Version.

©Nikola Lutz
©Nikola Lutz

 SCHMUTZ  (UA) für Violine und Ensemble

KlangForum Wien 02.05.19 , 20h | Trintatiskirche Acht Brücken Festival

Das Gehör ist die Tür zur Seele. Eine Tür die immer offen steht. Aufnahmebereit. Passiv wie aktiv. Permanente auditive Überforderung als Resultat einer viralen Raum-Beschlagnahme. Kulturelle wie gesellschaftliche Bedingungen als Bezugspunkte einer Wahrnehmung in humanem Sinn werden medial geflutet und vereinheitlicht zu einem globalen monokausalen Entwertungssystem.Ethik, Moral und Kultur verschmiert vom geistigen Abfall einer selbstgefälligen Feudalgesellschaft. Gehirnwäsche als Akt einer totalitären Verschmutzungsfraktion. Verträumte Tralala und sexy Bum-Bum Ästhetik strömt aus der vordergründigen Bedürfnisanstalt degenerierter Suchtgemeinschaften.  Lautstarke Selbstinszenierung dominiert auf stylisch-linearen Wegen, Autobahnen der Fluchthelfer. Darunter das Leben. Ich. Vermüllt. Zugeschüttet. Verpestet. Ich drohe zu ersticken. An dieser kleinen tagtäglichen Unachtsamkeit.

An der ignoranten selbstgefälligen Entsorgung. Ich drohe zu verstummen unter den breitspurigen Laut-Sprechern. Plastik im Meer, Öl im Gefieder, Lärm im Ohr, Gift im Essen, Gestank in der Luft, Angst in den Gedanken. Dieses Netz der Belastungen, ausgelegt von jedem einzelnen, verbreitet sich stetig. Meine Musik erzählt von dieser Qual. Das Stück ist geschrieben für Solo-Violine und Ensemble.
Ausgangspunkt: das Individuum=Violine. Geburt. Ein Ton für sich. Im Leben. Im Einklang. Stabil. Stark im Wachsen und Ausbreiten. Jede Klangtextur wie ein unersetzbarer individueller Fingerabdruck. Vielfalt (Polyphonie) ist gewünscht. Aber Vergleiche machen unsicher. Im Aufeinandertreffen das Bedürfnis nach Harmonie. Ausgesetzt den inneren (Violine) und äußeren Verführungen (Ensemble). Neid und Hass erzwingen Anpassungen, die eher eine ästhetisierende Inszenierung der Persönlichkeit verlangen, als eine Entfaltung des Selbst zu ermöglichen. Außen Hui! Innen Pfui! Werbung suggeriert Perfektion.
Man nimmt teil. Ohne zu teilen. Man lernt auszuteilen. Die Industrieminute (Ensemble) beschleunigt das Zeitempfinden im exponentiellem Wachstum.
Die leeren Lehren der Politik, Religionen und der Medien (Ensemble) predigen elende Ungleichheit. Entweder Ausbeuter oder Ausgebeuteter. Gottmensch oder Untermensch. Gläubiger oder Ungläubiger. Ausgesetzt diesen Gewalten unterliegt die Ideologie. Kapitulation, Leichtsinn, Resignation. Der Mensch selbst wird zum Problemstoff. Umweltsünde über den Tod hinaus.

 W. A L L Personal or External, self and Non-self  (UA)

LUX: NM  06.04.19 DLF Köln Forum Neuer Musik 2019 – Postmigrantische Visionen  

Breaking the WAll

Wir alle bauen Wände und durchbrechen sie. Tagtäglich. Schallmauer, Firewall, Gartenzäune, Vorurteile, Wände im Kopf, Grenzmauer, Wände im Herz, zwischen Menschen. zwischen Nationen, zwischen Kulturen, zwischen Bruder und Schwester.

Willkommene Struktur und Abwehr nach Außen oder ungewollte Eingrenzung? Behausung und Gefängnis. Gäste, Familie, Umschließen, oder illegale Einwanderer, Trojaner, Penetration. Die Angst regiert den Liebesphobiker. Das Überwinden, Niederreißen und die Aufgabe wird den Mutigen überlassen. Mentale Grenzen beschränken das Leben. Sie machen es klein, durchschnittlich und mittelmäßig. Wir können sagen: Ich bin wie ich bin und ich ändere mich für nichts und niemanden. Ich habe meine Grenzen und diese Grenzen bestimmen mein Schicksal. Wer so denkt, empfindet sich oft als Opfer der Umstände, denn man kann ja nichts machen. Oder wir glauben: Ich kann als Mensch wachsen, kann dazulernen und kann größer werden. Grenzen halten mich nicht auf, sondern sie sind dazu da, mich an ihnen zu reiben, sie zu erweitern und sie letztlich zu überwinden, auch wenn das manchmal anstrengend ist. Wer so denkt, ist kein Opfer, nimmt sein Leben in die Hand und gestaltet seine Welt. Die existenzielle Struktur des Menschen und seine Position in der Wirklichkeit kann als Manifestation eines Wechselspiels von Ein- und Entgrenzung verstanden werden. Als Person braucht der Mensch Grenzen, ihm selbst entsprechen sie nicht.Der Mensch hat zwei Seiten. Die eine begegnet der Welt, die andere steht jenseits davon. Der Welt verschrieben ist die Person, aus ihr entrückt das Selbst.

©Nikola Lutz

LUX:NM © Vincent Stefan

©Nikola Lutz

Filmstill © Johanna Kozuch — Music Box    see trailer

MusicBox (ÖE) KlangForum Wien 04.03.19, Wiener Konzerthaus 

Eine Truppe von Zirkusakrobaten versucht, eine perfekte menschliche Pyramide zu gestalten. Allerdings – einer von ihnen hat Probleme mit seiner Hand und kann seinen Partner nicht festhalten, sodass die Pyramide in sich zusammenfällt. Der Choreograph hat nun drei Möglichkeiten, sein Ziel zu erreichen: Er kann den verletzten Akrobaten durch einen anderen, besseren ersetzen; er kann das gesamte Team austauschen – oder er kann das Team behalten und jedem Mitwirkenden den für sie oder ihn passenden Platz in seiner Choreographie zuweisen. Alle drei Vorgangsweisen führen zum selben Resultat; der wesentliche Unterschied liegt im Weg dorthin.
—Joanna Kożuch , Ying Wang

05.04.19, Elbphilharmonie Hamburg (ausverkauft)

MusicBox (UA) KlangForum Wien | 08.02.19 ECLAT,  Stuttgart

MusicBox ist ein Projekt von Klangforum Wien, Musik der Jahrhunderte und Amour Fou Vienna in Kooperation mit Tricky Women.

Das Ensemble hat zehn Filmkünstlerinnen und zehn Komponistinnen eingeladen, Aspekte der Gemeinwohlökonomie, ihre Chancen und Gefahren, ihre Theorie und ihre Praxis mit Mitteln des Animationsfilms und der zeitgenössischen Musik zur Diskussion zu stellen.

Zehn sehr unterschiedliche Film-Musik-Projekte sind dabei entstanden, visionäre, analytische, dokumentarische und gleichnishafte. Sie pointieren „die Kraft, die entsteht, wenn Individuen kooperieren statt zu konkurrieren“, wollen gescheiterte Visionen wiederherstellen durch alternative Szenarien gesellschaftlicher Beziehung, und sie fragen, wer eigentlich das „Gemeinwohl“ definiert. Das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ wird zum Gleichnis für Habgier und Machtstreben. Am Beispiel der Pariser Banlieue wird dokumentiert, wie Nähe oder Distanz zu den urbanen (Macht-)Zentren über die Möglichkeit von Partizipation entscheidet. Poetische Bildwelten erschaffen eine Atmosphäre von Solidarität und Kooperation – und in der Simulation eines Videospiels werden die neoliberalen Maximen des Kapitalismus dekonstruiert.
Gefördert von Kulturabteilung der Stadt Wien und Bundeskanzleramt Österreich mit besonderer Förderung aus Mitteln der Kulturstiftung des Bundes und von Interfaces / Creative Europe Programme of the European Union.

©Nikola Lutz
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Klangforum Agenda  Schmutz (UA) | Acht Brücken Köln 

Das Gehör ist die Tür zur Seele. Eine Tür die immer offen steht. Aufnahmebereit. Passiv wie aktiv. Permanente auditive Überforderung als Resultat einer viralen Raum-Beschlagnahme. Kulturelle wie gesellschaftliche Bedingungen als Bezugspunkte einer Wahrnehmung in humanem Sinn werden medial geflutet und vereinheitlicht zu einem globalen monokausalen Entwertungssystem.Ethik, Moral und Kultur verschmiert vom geistigen Abfall einer selbstgefälligen Feudalgesellschaft. Gehirnwäsche als Akt einer totalitären Verschmutzungsfraktion. Verträumte Tralala und sexy Bum-Bum Ästhetik strömt aus der vordergründigen Bedürfnisanstalt degenerierter Suchtgemeinschaften.  Lautstarke Selbstinszenierung dominiert auf stylisch-linearen Wegen, Autobahnen der Fluchthelfer. Darunter das Leben. Ich. Vermüllt. Zugeschüttet. Verpestet. Ich drohe zu ersticken. An dieser kleinen tagtäglichen Unachtsamkeit.

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05.10.2018 | Black Hole, Big Bang!  M.A.R.S. Festival, Los Angeles

“Fake news meme”   for soprano, ensemble, electronics and visual art

Parallelwelten existieren. Ist das Jenseits/Diesseits schon überholt, Multiversum der neue Begriff. Jede Welt beansprucht die Wahrheit für sich und Normalität ist das, was in der eigenen Umgebung die Regel ist, also ein dehnbarer Begriff. Am Ereignishorizont bewegen sich viele Schwarze Löcher. Sich der Anziehungskraft hinzugeben kann recht nett sein, allzu viel ist ungesund. Und Singularität hilft nur peripher.

Der Große Attraktor – ein Star unter den Sternchen – ist ein Meister der Anziehung und Ausstrahlung. Er ist Politiker, Schauspieler, Banker, Journalist und Terrorist in einem. Alles in seinem Umfeld verfällt ihm. Sein Gesetz soll für alle gelten. Er verschlingt die Aufmerksamkeit. Er konzentriert sich nur auf eines: seine Sache. So fokussiert bringt er es auf den Punkt. Magnetische Monopole, seltsame Materie besteht aus seltsamen Teilchen. Diese kann normale Materie absorbieren und umwandeln – in seltsame Materie!

Medien, TV, Politiker, Lobbyisten, Prediger.. ……Wie können wir dem entkommen?

Die SUPERSTRING-Theorie erlaubt es den Welten, unvorstellbar winzige fadenförmige Gebilde zu beschreiben, die in einem verschlungenen 10- oder 11dimensionalen Raum vibrieren. Aus den Klängen dieser “Superstrings”, so die Überzeugung der Physiker-Elite, setzt sich eine Symphonie zusammen, die den Namen “Universum” trägt. Alles verbindet sich zu einem Vielklang der die Schwarzen Löcher überwindet. Ist die Musik das verbindende, das die Welten vereint?

In diesem Werk der Komponistin Ying Wang ist der Kontratenor der Große Attraktor. Er glänzt. Ist berühmt. Er will Aufmeksamkeit und Macht. Um jeden Preis. Kritik stellt er als Lügen hin. Alles was im Weg steht wird vernichtet oder einverleibt. Textpassagen sind Original – Zitate großer schwarzer Löcher. Die Elektronik persifliert diese und setzt mit dem Ensemble Kontrapunkte. Teile des Ensemble wiederum verfallen anfangs der Anziehungskraft.

Nach und nach erkennen sie die Gefahr. Sie kämpfen dagegen an. Letztendlich siegt die Natur über alles. Die Komponistin wünscht allen ein Happy End!

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Video: Conny Zenk

11.07.2018, 21:04 | Musik der Gegenwart – RBB | Die Komponistin Ying WANG 

Inzwischen lebt und arbeitet sie in Berlin und hat ihren musikalischen Weg gefunden: “Meine Musik und Ästhetik stehen mitten im Leben. Mich interessieren aktuelle Themen: Kultur, Ethik, Moral, Politik, Wissenschaft und Natur. Ich möchte als Komponistin die Welt positiv verändern.” Die Komponistin ist zu Gast im Studio. An Mikrofon: Andreas Göbel

Radiosendung mit Gesprächen und Musik von Ying WANG:

LTD 1 – für grosse orchester,  Philharmonisches Orchester Heidelberg , conductor – Elias Grandy

Focus Exchange – für Klarinette und Elektronik, Nina Hannßen-Deinzer

ROBOTICtack – für Ensemble und Elektronik, Ensemble Experimental SWR

Wave in D – für Akkordeon und Elektronik,  Teodoro Anzellotti

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Der Deutschen Akademie Rom – Scholarship | Villa Cassa Baldi 2019/20 

Artist scholarships awarded for stays abroad in Rome, Venice and Paris Minister of State for Culture has awarded the scholarships for stays in the German Academy of Rome Villa Massimo and Casa Baldi 2019/20. These make it possible for highly gifted artists to develop artistically through a longer stay in Italy.

For a study visit in 2019/20 in the Casa Baldi were Ying WANG selected as section Music-composer.

©Nikola Lutz
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23-27.April.2018 | Electronic Music Apartment of SCCM China | Lecture and Workshop 

Lecture, Workshop and Concert with more than 30 Students working together:  “Multimedia composition in Europa” and  “Electronic composition in our time”.

Jan.2018 | WARSAW AUTUMN | ROBOTICtack 

Just get this wonderful gift from – Sound Chronicle of the WARSAW AUTUMN, “ROBOTICtack” in CD nr.4  cooperation with Experimental Ensemble/ Studio SWR.

©Nikola Lutz
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Dez.2017 Neue Zeitschrift für Musik | Potrait von Egbert Hiller

ÜBERWUNDERNENR KULTURSCHOCK – Die Komponistin Ying WANG Zwichen Deutshland und China

“Als Tochter eines renomiierten chinesischen Komponisten ging sie nach Köln zum Studieren, begab sich in den Zwiespal beider Kulturen und findet aufregende, ganz eigene musikalische ausdrucksformen.”

25.11.2017,19h30  A   Kunstraum 34, Stuttgart

for performer with Tarogato and live electronics, written for Nikola Lutz 

"AAAHHH...."
 Die Macht der versteckten Signale

Sind Sie kompetente Sprecher? AaaH? —Können Sie Worte auf Anhieb verstehen? Aaaaaaaah!? Hier ist Sprache kompositional aufgebaut.
Aaaaaaaaahhhh! Ein Text ist ein unvollendetes offenes Werk, dessen Sinn in der Schwebe bleibt. Aaaahhhhh??
Es gibt so viele Aussprachevarianten von Lauten wie Sprecher. Sprachlaute beginnen mit Partialtönen. Mehrdeutigkeit manchmal Programm.
Geschlechtsspezifische Aussprachevarianten gendergerecht geübt. Aaaaaaaah!!! Das eine das in sich verschieden ist so daß sprachverarbeitende Programme noch oft daran scheitern. Aaaaahhh….
Ganz anders gelagert und üblicherweise auch nicht als Variationsphänomän diskutiert: Das akustisch wenig prominente Zweitglied Dabei wird der Zungenrücken in einer Gleitbewegung nach vorne verschoben. Aaaaaaahhhhhhhhh
Die Lippen bleiben gerundet, der Öffnungsgrad des Mundes ändert sich nicht. Wenn man die anderen Kodizes konsultiert, stösst man abgesehen von der Höhe des Zweitglieds, dessen Ansagtz im mitteltiefen Bereich als durchaus kritisch gesehen werden kann auf dieselbe einhellige Meinung..aaaaahhhh!!!

Vor stimmlosen Konsonant steht der Frikativ (Reibelaut)! A! Am Ende steht die Plosivausprache. Aaaaaahhhh!!!!

Aus dem Paradigma ausgekoppelter Superlativ. Aaaaaahhhhhhhhh! Der nasalierte Typ der auch der ursprünglich festgelegten Kodifikation entspricht ist durchgängig gebucht, hat aber am Balkon und im Waggon die häufigsten Varianten… Aaaaahhhh?!

Hier ist Komponistin nicht nur der Überbringer von Nachrichten, sondern auch der Übersetzer dieser Botschaften. Eine technische Herrschaft über Meinungen, wie sie in Manipulationen von Konsumenten durch den Werbefachmann oder der Wähler durch den demoskopisch geschulten Politiker zum Ausdruck kämen wird skizziert. Differenztöne widersprechen nicht der Universalgrammatik. Ersetzung und Verschiebung zwischen Elektronik und Instrument Kontrast und Oppositionen zwischen Einheiten. Wie unterstützt das Gehirn die Sprache? AAAaaaaahhhh???!!

©Nikola Lutz

Nikola Lutz  © Susanne Wegner

©Nikola Lutz

Tárogató

New Video | ROBOTICtack | SWR-CLASSIC

When robots save us time. A problem with a future.

Live recorded at Acht Brücken Festival 01.05.2017 with Ensemble Experimental  Sendesaal Funkhaus WDR Köln

17.09.2017,19h30  | ROBOTICtack  WARSAW Autumn

Ensemble Experimental SWR,  in ATM Studio

When robots save us time. A problem with a future.

The digitalisation of work and the use of robots require fundamental questions to be asked about the role of humans in this process. Machines and robots that act and decide more and more independently are moving into our living environments. Robots are facing increasingly demanding tasks, currently they are only used in factories that are already largely automated, to maximise profit more efficiently than break-demanding, error-prone, and union-organised humans. This is because beyond the world of work, they are now set to learn how to act more independently and learn from their own errors, something so many people still cannot manage. There is also the question of morals, ethics, and culture; values reflected in what they say and do – values that many people are losing. Which programming god will manage it? And on that fateful day?

Are humanoids now becoming the more humane humans? Would they be able to better protect the planet and our animals, to safeguard their own morality?

Or will they cause ethical problems, for instance by leading to new dependencies instead of freedoms and turning people into objects monitored by technical systems or powerful monopolies? With loss of privacy and autonomy as a possible consequence. People are worried that computers are becoming too clever and could take over our planet. The actual problem, however, is that they are too dumb and have already taken over the world.

In the future, we will have to do things that people can do easily, but machines cannot.

Musically, electronics are in competition with ensembles. Still rather subdued in the beginning, machines are becoming more and more dominant. Both worlds are trying to learn from each other, for mutual benefit. Is increasing the rhythm still decisive in the pursuit of maximum efficiency? The question of perfection is being asked more and more. Uncertainty and fear of the future are fragmentarily penetrating the human ensemble. Will robots replace them as well? After all, they have since evolved in harmony and imitation. Maybe switching them off will provide a solution – both of them to start again, both in their own way.

15.09.2017 | Glissadulation  KLANGSPUREN

Schallfeld Ensmeble

Glissadulaion ist eine kombination zwischen zwei Worte „Glissando“ und „Modulation“. Das Ensemble kombiniert mit verschiedenen Glissandi und die vielfältigen Spieltechniken, die unterschiedlichen Tempi und verschiedenen Dynamiken. Eine kontinuierliche Klangwelle transformiert mit quer und vertikalen Mikrotönen Cluster und harmonische Klänge.

20.00 Uhr, Treibhaus, Unterm Volksgarten, Angerzellgasse 8, Innsbruck

26.08.2017 | DLF Atelier neuer Musik  22:05 

Am Mikrofon: Egbert Hiller

Neue Deutschlandfunk Produktion Kammermusik von Ying Wang

Dramatische Entladungen, schrille Geräusche, immense Klangsinnlichkeit: Die Stücke auf Ying Wangs Porträt-CD sind voller Überraschungen. Die chinesische Komponistin reflektiert in ihrer Musik über die von ihr wahrgenommene Wirklichkeit ihres Lebens in zwei Kulturen.

Als Ying Wang, geboren 1976 in Shanghai vor bald 15 Jahren, zum Studium nach Deutschland kam, war die Begegnung mit dem Westen eine enorme Herausforderung. Sie tauchte in die europäische Kultur ein, erforschte experimentelle Kompositionstechniken, lernte Alltägliches zu bewältigen. Stipendien, Preise, mediale Aufmerksamkeit waren der Lohn – in diesem Jahr wurde ihr der Heidelberger Künstlerinnenpreis verliehen. Seit einiger Zeit begreift Ying Wang die künstlerische Gratwanderung zwischen ihren beiden Kulturen als tieferen Sinn ihrer schöpferischen Arbeit. Die Werke auf ihrer Debüt-CD ,Tun Tu – chamber music renewed’, als Koproduktion mit dem Deutschlandfunk beim Label WERGO erschienen, legen davon markant Zeugnis ab.sendung

Sendung Play

ROBOTICtack in WDR3 live recording

Werden nun die Humanoiden die humaneren Maschinen? Würden sie den Planeten und die Tiere besser schützen um ihr moralisches Empfinden zu schützen? ROBOTICtack for Alt, Ensemble and Electronics, in Radio Alt: Noa Frankel, Experimental Ensemble. Nach die Uraufführung am 01.05 bei Acht Brücken Festival in Funkhaus Köln.

play

07.05.2017,21h05 | LTD 1 | Deutschlandfunk 

Sich um den kompositorischen Nachwuchs zu kümmern, ist für den Deutschlandfunk ebenso Herzensanliegen wie Auftrag mit Tradition. Heute gilt die Aufmerksamkeit der aktuellen Heidelberger Künstlerinnenpreisträgerin Ying Wang sowie Elias Jurgschat, der im Rahmen des Deutschen Musikwettbewerbs 2017 den Preis des Deutschlandfunks gewann.

Am Mikrofon: Egbert Hiller und Martina Brandorff

01.05.2017,18h | ROBOTICtack Acht Brücken | Funkhaus Wallrafplatz Köln | UA

Wenn Roboter uns Freizeit schenken. Ein Problem mit Zukunft

Die Digitalisierung der Arbeit, der Einsatz von Robotern erfordert grundlegende Fragestellungen zur Rolle der Menschen in diesem Prozess. Maschinen und Roboter, die immer selbständiger handeln und entscheiden sollen, ziehen in die Lebenswelt ein. Bislang nur in Fabriken, die bereits weitgehend automatisiert sind um an Stelle Pausen fordernder, fehleranfälliger und gewerkschaftlich organisierter Menschen effizienter Gewinnmaximierung einfahren zu können, wird ab sofort von Robotern schon mehr verlangt. Denn über die Arbeitswelt hinaus sollen sie nun lernen eigenständig zu handeln. Lernen auch aus eigenen Fehlern, was so manche Menschen nicht immer schaffen. Und gleich noch dazu Moral, Ethik und Kultur. Diese können sich in dem zeigen, was sie sagen, und in dem, was sie tun und lassen. Werte, die vielen Menschen abhanden kommen.

Welcher Programmier-Gott wird sie schaffen? Am wievielten Tag?

Werden nun die Humanoiden die humaneren Maschinen? Würden sie den Planeten und die Tiere besser schützen um ihr moralisches Empfinden zu schützen?

Oder werden sie ethische Probleme aufwerfen, etwa indem sie zu neuen Abhängigkeiten statt Freiheiten führten und die Menschen zu überwachten Objekten technischer Systeme oder machtvoller Monopole machten. Eine Folge könnte der Verlust der Privatheit und Selbstbestimmung sein.

Die Menschen haben Angst, dass Computer zu schlau werden und unsere Welt übernehmen könnten. Das eigentliche Problem ist aber doch, dass sie dumm sind und die Welt bereits übernommen haben.

In Zukunft werden wir uns Dinge vornehmen müssen, bei denen sich der Mensch leichttut – die Maschine aber nicht.

Musikalisch in Konkurrenz steht hier die Elektronik mit dem Ensemble. Am Beginn noch verhalten gewinnen die Maschinen mehr und mehr an Dominanz. Beide Welten versuchen voneinander zu lernen. Denn sie können davon profitieren. Ist das Hochschrauben des Rhythmus noch Taktgeber im Streben nach maximaler Produktivität stellt sich mehr und mehr die Frage nach Vollkommenheit. Unsicherheit und Zukunftsangst durchziehen fragmentartig das Menschen-Ensemble. Werden die Roboter auch sie ersetzen? Denn mittlerweile üben die sich schon in Harmonie und Nachahmung. Vielleicht bringt das Abschalten die Erlösung? –Beide üben den Neustart. Jeder auf seine Art.

The Concert on Radio: 31.05.2017, WDR 3 Konzert, 20:04 Uhr, Ensemble Experimental, Alt –  Noa Frankel, Live Electronics produced/performance in SWR Experimental Studio.  livestream link

17.04.2017,19h30 | SNAPSHOT TaiWan International Music Festival | UA

for Piano, Erhu and Electronics

At the click of shutter, we record on the film the images, the events, the persons, and emotions. A snapshot falling out from old stuff always takes us back to the past. Each click keeps a story. As time goes, we change in appearance and families may leave us. Wars become the past and everything is in peace now. In a snapshot, we are touched with love, tears, fears, pain and the eternity filled with precious instants.

At the Click we keep the image but not the sound. In the stream of time, we could not return to the past b